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Eine Vielzahl von touristisch orientiertem Gewerbe,

- mehrere Restaurants,

- die Kurverwaltung,

- vielfältige Einkaufsmöglichkeiten,

- ein großer Supermarkt,

- eine Apotheke,

- eine Tankstelle,

- die Volksbank und die Sparkasse,

- ein Dialysezentrum

und eine gute medizinische Versorgung sind direkt im Ostseebad angesiedelt. 

 

Die Geschichte von Koserow

Als eine der ältesten Siedlungen wendischen Ursprungs auf der Insel Usedom wird der Ort Koserow, damals Cuzerowe genannt, beschrieben. Eine Gründungsurkunde gibt es nicht, die erste urkundliche Erwähnung jedoch erfolgte im Jahre 1347 und rechnet damit als Gründungsjahr.

Die Koserower Kirche, die schon am Ende des 13. Jahrhunderts als Feldsteinkirche erbaut wurde, ist die älteste Kirche an der Usedomer Ostseeküste und besitzt noch viele Kostbarkeiten.

Noch bevor an das Badeleben in Koserow zu denken war, wurde der Ort durch seine ereignisreiche und sagenumwobene Vergangenheit bekannt. Der Sage nach soll an der Küste von Koserow einst die legendäre Handelsstadt "Vineta" wegen der Gier ihrer Bewohner nach Reichtum vom Meere verschlungen worden sein. Noch heute weiß die Sage zu berichten, dass Sonntagskinder an einem Ostermorgen am Strand die Glocken der Stadt Vineta hören können.

Auch der gefürchtete Seeräuber "Klaus Störtebeker" soll in den Höhlen des Streckelsberges einen Schlupfwinkel gefunden haben.

Der Koserower Pfarrer Wilhelm Meinhold verfasste nach alten Kirchenbüchern den Roman "Die Bernsteinhexe", der im Jahr 1843 erschien und bis heute nichts von seinem Reiz eingebüßt hat.

Von den Sagen und Geschichten, die das kleine Fischerdorf am Fuße des Streckelsberges umrankten, aufmerksam gemacht, kamen im Jahre 1846 die ersten Badegäste nach Koserow. Mit "Sack und Pack" per Pferdewagen oder per Segelboot reisten Sie an, um in aller Abgeschiedenheit die Unberührtheit der Natur abseits der großen Seebäder der Insel Usedom, Swinemünde und Heringsdorf zu genießen.

Das Badeleben entwickelte sich in Koserow aufgrund der schlechten Verkehrsbedingungen nur zögernd. Erst mit dem Anschluss der Insel Usedom an das Eisenbahnnetz und den umfangreichen Chausseeausbau ergaben sich bessere Reisemöglichkeiten. Seit diesem Zeitpunkt war ein stetiger Anstieg der Zahl der Badegäste, die in Fremdenzimmern, Hotels und in zahlreichen Pensionen Unterkunft fanden, in Koserow zu verzeichnen. Am Strande entstanden für die Badelustigen ein Herren- und Damenbad, später sogar ein Familienbad und eine Seebrücke. Mit der Zeit verloren die Badeanstalten an Bedeutung. Eis und Sturm zerstörten die Seebrücke. Während des 2. Weltkrieges erfährt das Badeleben einen starken Rückgang und danach einen erneuten Aufschwung, der jedoch bis zur Wende vom gewerkschaftlich organisierten Tourismus geprägt war.

 


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